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Die dunkle Wolke des Krieges, die sich über Europa legt - Gedanken zum Tag

Wir müssen an dem heutigen Tag, als Menschen der Gegenwart erkennen, dass wir gescheitert sind.

Gescheitert, den Derwisch der Gewalt, des Hasses, der Angst und der Verachtung unseres Selbst zu bannen. Gescheitert, die eigene Unzulänglichkeit im Angesicht des anderen zu sehen. Gescheitert, den in mir wohnenden Dämon in dem achtsamen, wertschätzenden Miteinander der Welt zu zügeln. Gescheitert, all diesen Ansprüchen zu genügen. 

Erkennen wir, dass wir dem Chaos des Weltgetriebes nicht entrinnen können? Wir leben in einer Welt der Polaritäten, die ein subjektives Gut und Böse enthält. Wir leben in einer Welt, die nicht berechenbar, vorhersehbar, sicher und planbar ist. Wir leben in einer Welt, die uns Aufgaben und Herausforderungen zur individuellen Entwicklung gibt.

Vertrauen wir darauf, dass das Rad des Lebens in seinem ständigen Werden, Wachsen, Vergehen alles in Einklang bringt. – Nehmen wir die Furcht, die in uns wohnt, an die Hand und schenken wir ihrer Stimme Gehör. 

Unterstützen wir uns gegenseitig, wieder aufzustehen, um aufrecht den nächsten Schritt zu wagen. 

Irgendwann wird es gelingen. 

Donnerstag, 24. Februar 2022 (Weiberfastnacht) - Einmarsch russischer Truppen auf das Staatsgebiet der Ukraine

Text: Hans Jürgen Groß



Dieser Text entstand am 24. Februar 2022 — dem Tag des russischen Einmarsches in die Ukraine. Er bildet gemeinsam mit dem Text vom 27. Februar ein Diptychon der ersten Tage: zwei Texte, zwei Stimmen, eine Erschütterung.
→ Zum Schwesterntext: „Karnevalssonntag 2022, oder: ein Gefühl von Trauer"
Bonusmaterial · Literarische Analyse
Die dunkle Wolke des Krieges,
die sich über Europa legt
Gedanken zum Tag · 24. Februar 2022
Bonusmaterial zu: Die dunkle Wolke des Krieges · lebensschätze.de · © Hans Jürgen Groß

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