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Der 11. September 2001 – eine persönliche Rückschau

von Hans Jürgen Groß Wieder laufen im Fernsehen die Bilder, jene Sequenzen, die sich vor fünfundzwanzig Jahren in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben und die, so oft man sie sieht, doch jedes Mal eine stille Erschütterung auslösen, weil sie nicht nur den Einsturz zweier Türme zeigen, sondern den Moment, in dem eine ganze Welt für einen Augenblick den Atem anhielt und sich selbst fremd wurde, als hätte sie plötzlich begriffen, dass Sicherheit immer nur eine Erzählung gewesen war. Auch in mir war damals etwas in Bewegung – ein Jahr voller Unruhe, voller Zeichen, die ich sah, aber nicht deuten konnte, und voller Gespräche, die ich führte, weil ich glaubte, dass Worte tragen, dass Sprache eine Brücke sein könnte, die über ein inneres Dunkel hinwegführt. Doch meine Sätze versickerten in einem schwarzen Loch, sie fanden keinen Widerhall, und genau dieses Schweigen – nicht meines, sondern des Gegenübers – wurde zu einem zweiten, stillen Bild dieses Tages, das sich ebenso tief einpr...

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