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Die Göttin, die alles war.

Am Anfang war nichts, das einen Namen trug. Kein Himmel. Keine Erde. Kein Oben und kein Unten. Kein Licht, das sich vom Dunkel hätte unterscheiden können. Und niemand, der hätte sagen können, dass dies ein Anfang war. Es war. Und weil es war, strömte es. Es nahm auf, was da war, und gab zurück, was aus ihm geworden war – ohne Absicht, ohne Plan, ohne ein Sollen. Wie Wasser, das sich seinen Weg sucht, ohne die Landschaft zu fragen. Wie ein Atem, der kommt und geht, ohne zu wissen, dass er atmet. Wie eine Welle, die sich hebt und wieder ins Meer zurücksinkt, ohne je den Unterschied zwischen Welle und Meer bemerkt zu haben. In jedem Augenblick entstand etwas. In jedem Augenblick verging etwas. Nichts blieb – und gerade deshalb ging nichts verloren. Die Welt war noch nicht gemacht. Sie wurde. Immer wieder, immer neu. Aus der Fülle trat eine Gestalt hervor, die noch keine Gestalt war. Sie nahm auf. Sie ließ überfließen. Sie gebar Formen, ohne eine von ihnen festzuhalten. Berge konnten aus i...

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