Eine Reise der Inspiration und Kreativität: Die Geschichte von Gabriel und Raphael
- Siehe auch:
- Gabriel und die vergessen(d)e Stadt: ein Rückblick auf die Melsunger Jahre 2009–14
- Eine Reise der Inspiration und Kreativität: Die Geschichte von Gabriel und Raphael
- Erinnerung: Vergebung – ein bewegender Filmrückblick auf Edwin Moes' Performance
- Erinnerung: der "vergessene Raum" auf dem Melsunger Weihnachtsmarkt
- das Haus Desade (Erinnerung an die Melsunger Zeit des Künstlers Edwin Moes)
- Gabriel (persönliche Portraits des Künstlers aus der Zeit 2010–2014)
- YouTube-Playlist Edwin Moes/Gabriel (Die Videos)
- Gabriels Traum – Blog (ein interaktives Kunstprojekt aus dem Jahr 2011)
- Gabriel und die vergessen(d)e Stadt: ein Rückblick auf die Melsunger Jahre 2009–14
Erzengel Gabriel
Gabriel, dessen Name „Gott ist mein Held“ oder „Stärke Gottes“ bedeutet, ist einer der prominentesten Erzengel in den monotheistischen Religionen. Er erscheint in verschiedenen heiligen Texten und Überlieferungen:
- Judentum: In der jüdischen Tradition ist Gabriel einer der Erzengel, der oft als Wächter oder Beschützer auftritt. Im Buch Daniel (Altes Testament) hilft er Daniel, Visionen zu verstehen.
- Christentum: Im Neuen Testament der Bibel ist Gabriel der Engel, der Maria die Ankündigung der Geburt Jesu überbringt (die Verkündigung). Er erscheint auch Zacharias, um die Geburt Johannes des Täufers anzukündigen.
- Islam: Im Koran ist Gabriel (Jibril) der Engel, der den Propheten Mohammed die Offenbarungen Allahs übermittelt. Er gilt als der Bote, der die Worte Gottes weitergibt.
Erzengel Raphael
Raphael, dessen Name „Gott heilt“ oder „Heiler Gottes“ bedeutet, ist insbesondere im Christentum und Judentum bekannt:
- Judentum: Raphael taucht im Buch Tobit (deuterokanonisches Buch) auf, wo er Tobit und seinen Sohn Tobias begleitet. Er heilt Tobits Blindheit und zeigt Tobias, wie er einen Dämon vertreiben kann.
- Christentum: In der christlichen Tradition wird Raphael als Engel der Heilung verehrt. Er ist Schutzpatron der Kranken, Ärzte und Reisenden. Seine Geschichten aus dem Buch Tobit betonen seine Rolle als Führer und Heiler.
- Islam: Raphael ist im Islam als Israfil bekannt, der Engel, der das Horn blasen wird, um den Jüngsten Tag anzukündigen.
Interpretation: Eine Reise der Inspiration – Gabriel und Raphael
Hans Jürgen Groß erzählt in diesem Text eine biografische Parabel über kreatives Wachstum und Transformation. Die zentrale Botschaft: Begegnungen können uns nicht nur inspirieren, sondern zu uns selbst führen. Die Geschichte beginnt 2009 mit der Begegnung mit dem niederländischen Künstler Edwin Moes, dessen schöpferischer Impetus das Leben des Autors nachhaltig prägt. Aus einer beruflichen Zusammenarbeit im Existenzgründungscoaching entwickelt sich eine tiefe, kreative Symbiose, die Groß über seine eigenen Grenzen hinauswachsen lässt.
Die Symbolik der Erzengel Gabriel und Raphael ist dabei zentral: Gabriel („Gott ist meine Stärke“) steht für den kreativen Funken, die Botschaft, die ins Leben drängt – verkörpert durch Edwins Kunstfigur. Raphael („Gott heilt“) repräsentiert den heilenden Begleiter, eine Rolle, die Groß selbst in der gemeinsamen Arbeit einnimmt. Die Dynamik zwischen beiden Figuren spiegelt die Dualität von Schöpfung und Reflexion wider, die jede kreative Arbeit braucht.
Strukturell ist der Text eine Reiseerzählung: vom ersten Kontakt 2009 über die intensive Phase der Performances und Dokumentationen bis zum Abschied 2014. Doch anders als klassische Heldenreisen endet diese Geschichte nicht mit einem klaren Abschluss, sondern mit offenen Spuren – dem unabgeholten Koffer, den digitalen Zeugnissen, dem „Flüstern in der digitalen Weite“. Diese Unabgeschlossenheit unterstreicht die Authentizität der Erinnerung: Nicht alles muss ein Happy End haben, um wertvoll zu sein.
Der Text oszilliert zwischen Nüchternheit und Poesie. Einerseits beschreibt Groß sachlich die Fakten (Wegzug, gesundheitliche Probleme, berufliche Veränderungen), andererseits webt er mythische Bilder ein („Ruf, der im Nebel verhallte“). Diese Spannung macht den Text besonders: Er ist Dokument und Dichtung zugleich – genau wie die Kunst, die er beschreibt.
Im Sommer 2009 begann für mich eine prägende Zeit mit Edwin, einem niederländischen Künstler. Aus einer beruflichen Zusammenarbeit wurde eine kreative Freundschaft, in der ich seine Performances filmisch dokumentierte. Nach der Trennung von seiner Partnerin intensivierte sich unser Kontakt, und ich wurde Teil eines Projekts „Gabriels Traum“, in dem ich selbst zur Figur Raphael, dem Coach und Heiler wurde.
Edwins Wegzug im Jahr 2014 markierte das Ende dieser Phase, die mich nachhaltig beeinflusste und meinen kreativen Ausdruck stärkte. Zahlreiche hinterlassene Spuren im Internet, die hier verlinkt sind, erinnern an diese einzigartige Zeit.
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