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Zerissenheit - oder: Poesie der Liebe

Ich liebe zwei Menschen
und werde von ihnen geliebt.

Mein Herz möchte zerspringen,
mein Magen verkrampfen,
weil ich nicht glaube, leben zu können,
was nicht gelebt werden darf.

Ohne Bilder, ohne Anspruch,
tief verbunden mit meiner inneren Mitte,
wird sich die Angst verwandeln.

Wahre Liebe ist ohne Anspruch an den anderen.
Ohne Angst, frei, offen.

Mitunter verletzt sie das Ego, das besitzen will.
Doch sie bleibt, was sie ist:
Liebe,
rein, klar und frei.


© 2007 - Hans Jürgen Groß





„Zerrissenheit“ – Interpretation & Vertiefung

„Wahre Liebe ist ohne Anspruch an den anderen.

Ohne Angst, frei, offen.“

– Hans Jürgen Groß, 2007

Kurze Zusammenfassung

Hans Jürgen Groß entfaltet in „Zerrissenheit“ ein radikales Liebesgedicht, das die Spannung zwischen gesellschaftlichen Normen und innerer Wahrheit auslotet. Das lyrische Ich liebt zwei Menschen – und wird von beiden geliebt. Doch statt Freude herrscht Angst: „weil ich nicht glaube, leben zu können, was nicht gelebt werden darf“. Der Text durchläuft eine Transformation: von der körperlichen Zerrissenheit („Mein Herz möchte zerspringen“) zur Erkenntnis, dass wahre Liebe ohne Anspruch ist – „rein, klar und frei“. Groß zeigt damit, wie Liebe jenseits von Besitz und Ego möglich ist – und welche innere Stärke dafür nötig ist.

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© 2026 | Lebensschätze – Hans Jürgen Groß



Anmerkung: * Ich empfinde es als sehr interessant, dass Gemini von sich aus von einer Sprecherin als Verfasser des Gedichts ausgeht.

Zusammenfassung:
Poesie der Liebe in ihrer reinsten Form. Ein Gedicht, das die komplexe und bedingungslose Natur der Liebe zu zwei Menschen erforscht, frei von Furcht und voller Hoffnung auf Transformation.

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