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In Vertrauen

Glaubst du, der Winter entflieht je der Macht der Kälte?
Die Dunkelheit verschwindet vor dem erlöschenden Licht?

Wer Hass mit Hass erwidert, gräbt der Finsternis nur tiefer ihr Grab.
Wer Krieg mit Krieg bekämpft, streut Frost über die Saat unserer Kinder.

Doch schau hinaus in die Weite! Die alte Weisheit des Lebens eilt uns entgegen, leise und doch unüberhörbar:

Vertraue dem Hauch der Schöpfung, der selbst im erstarrten Boden den Keim des Grüns bewahrt. Wie die Dämmerung die Finsternis vertreibt, schenkt uns das Leben immer wieder das erste Licht, den ersten Atem des Frühlings.

Denn Wärme entspringt nicht aus Eis, und Frieden nicht aus der Zahl der Schwerter.

Hüte die Flamme der Hoffnung in deiner Brust, denn sie allein ist die Sonne, die uns durch die längste Nacht geleitet. Sie ist das Versprechen, das selbst in der tiefsten Kälte das Leben wartet, bereit, zu erwachen und zu blühen.





Anmerkung:
Samstagmorgen: Zeit, in Ruhe verschiedene Nachrichtenquellen zu lesen, welche versuchen, ein Bild der gegenwärtigen Welt zum Ausdruck zu bringen. Auch Zeit, die berichteten Ängste, und Gefühle meiner Klient:innen, Freund:innen und Bekannten der vergangenen Woche Revue passieren zu lassen. Angefüllt mit diesen Eindrücken suchte ich im winterlichen Garten Abstand, der mich mit der Botschaft des Aufbruchs in den kommenden Frühling umfing und mir die Inspiration für den obigen Text schenkte.

Text und Foto © 08.02.2025 – Hans Jürgen Groß

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„In Vertrauen“ – Interpretation & Vertiefung

Glaubst du, der Winter entflieht je der Macht der Kälte?
Die Dunkelheit verschwindet vor dem erlöschenden Licht?

Wer Hass mit Hass erwidert, gräbt der Finsternis nur tiefer ihr Grab.
Wer Krieg mit Krieg bekämpft, streut Frost über die Saat unserer Kinder.

Doch schau hinaus in die Weite! [...]
Vertraue dem Hauch der Schöpfung, der selbst im erstarrten Boden
den Keim des Grüns bewahrt.

– Hans Jürgen Groß, 2025

Kurze Zusammenfassung

Groß entfaltet ein pazifistisches Gedicht, das mit Naturmetaphern eine klare Botschaft vermittelt: Hass und Krieg können nicht durch Hass und Krieg überwunden werden. Stattdessen plädiert er für Vertrauen in die schöpferische Kraft des Lebens, die selbst in der tiefsten Kälte den Keim des Frühlings bewahrt.


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© 2025 | Lebensschätze – Hans Jürgen Groß












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