Translate

Album 2023 - 100 Augenblicke meines Jahres / Wie ich trotz Augenproblemen meine Leidenschaft für die Fotografie lebte

Seit meiner frühsten Kindheit begleitet mich eine Kamera auf meinem Weg durch das Leben. Ich liebe es, die Welt, um mich herum festzuhalten und Erinnerungen für die Ewigkeit zu schaffen.

Auch im Jahr 2023 habe ich wieder viele schöne Momente mit meiner Kamera eingefangen. Doch dieses Jahr war etwas anders. Ich hatte gesundheitliche Probleme mit meinen Augen, die es mir erschwerten, die Bilder zu bearbeiten (* siehe unten).

Bis Ende November 2023 wusste ich nicht, ob und in welcher Form mein diesjähriger Fotorückblick entstehen könnte. 

Diese Einschränkung hat mich dazu veranlasst, meine Herangehensweise an die Jahresrückschau zu ändern. In den vergangenen Jahren habe ich die Top 100 meiner Fotos nach dem Beliebtheitsgrad bei Flickr ausgewählt. Dieses Jahr habe ich die Auswahl selbst vorgenommen und die Bilder abschließend bearbeitet.

Diese Veränderung hat einige Vorteile. Die Auswahl der Fotos ist persönlicher und zeigt mehr von meiner Persönlichkeit und mir. Außerdem habe ich mehr Zeit, mich mit jedem einzelnen Bild auseinanderzusetzen und es so zu gestalten, wie ich es möchte.

Ich hoffe, dass euch die Bilder meiner diesjährigen Jahresrückschau gefallen. Sie zeigen die schönen Momente meines Jahres 2023, aber auch die Herausforderungen, vor denen ich stand.

Alle Jahresrückblicke seit dem Jahr 2010 sind auf meiner Seite: traumlandfoto.drgross.eu zu betrachten. 

Ich wünsche euch viel Freude beim Betrachten der Bilder.

HTML-Galerie Zonerama
HTML-Galerie 1





* Anmerkung:

Gesundheitliche Probleme mit den Augen. Was ist geschehen?

Kurz nach meinem Schuleintritt wurde ein Augenproblem bei mir diagnostiziert. Ich hatte Schwierigkeiten, die Tafelinschriften zu erkennen. Eine augenärztliche Untersuchung ergab, dass der Sehnerv meines rechten Auges nicht vollständig entwickelt war, was dazu führte, dass ich auf diesem Auge fast blind war. Trotz einer Brille beträgt meine Sehkraft bis heute nur 10 %. Räumliches Sehen ist mir unbekannt. Hätte man diese Erkrankung kurz nach meiner Geburt entdeckt, wäre eine Behandlung möglicherweise noch möglich gewesen. Aber die Diagnose im Alter von 6 Jahren machte eine Behandlung aussichtslos.

Diese Tatsache könnte erklären, warum meine Bilder bei den Betrachtern Interesse wecken. Ich präsentiere ihnen meine Sicht auf eine zweidimensionale Welt, die anderen verborgen bleibt.

Ich ging durch mein Leben und sammelte Momente meiner Welt, bis ich eines Samstagmorgens im April 2021 aufwachte und bemerkte, dass meine Sicht durch ein nicht existierendes Haar vor meinem Auge beeinträchtigt war. Später erschienen braune Flecken in meinem Sichtfeld, die gelegentlich von Blitzen erhellt wurden.

Ich war beunruhigt. Ich hatte von kleinen Schlaganfällen in den Augen und von sich ablösender Netzhaut gelesen. Fast drei Wochen musste ich auf den frühestmöglichen Termin bei einem Augenarzt warten. Die Untersuchung war lang und unangenehm. Die Diagnose lautete Glaskörpertrübung. Obwohl dies nicht ernst ist, ist es auch nicht behandelbar. Ich musste also lernen, mit den Flecken in meinem Sichtfeld zu leben. Eine selbsttönende Brille und leicht abgedunkelte Räume erleichterten dies.

Im Januar 2023 erkrankte ich an Corona, was auch meine Augen betraf. Sie tränten und waren stark lichtempfindlich. Das Tränen ließ relativ schnell nach, aber die Lichtempfindlichkeit blieb. Es war fast unmöglich, länger als eine Stunde am PC zu arbeiten. Die Helligkeit in Kombination mit den Flecken und Strichen vor meinem Auge verursachte Übelkeit. An eine Bildbearbeitung war nicht zu denken. Hinzu kam, dass meine Sehkraft immer schlechter wurde. Bis zum Sommer konnte ich die Menschen, die mir gegenübersaßen, nicht mehr klar erkennen. Zum Arbeiten benötigte ich eine Lupe, längeres Lesen war unmöglich. Ich hoffte, dass dies nur eine vorübergehende Beeinträchtigung sei, und zögerte, einen Augenarzttermin zu vereinbaren. Da sich meine Sehkraft jedoch nicht verbesserte, sondern eher verschlechterte, stand Anfang Juli eine weitere Untersuchung an. Diese ergab, dass sich meine Augen stark verschlechtert hatten. Ob dies mit der Corona-Erkrankung zusammenhing, konnte mir der Augenarzt nicht sagen. Statt einer Dioptrienzahl von + 5,0 benötige ich nun eine Glasstärke von + 6,25.

Obwohl ich mit der neuen Brille sofort meine Umgebung wieder klar erkennen konnte, dauerte es mehrere Monate, bis ich mich an die neuen Sehverhältnisse gewöhnt hatte. Die Einschränkungen durch die getrübten Glaskörper und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit sind jedoch geblieben.

Beruflich musste ich als Steuerberater einen Großteil meiner Arbeit am PC erledigen. Die Glaskörpertrübung und die Lichtempfindlichkeit haben diese Möglichkeit eingeschränkt, was auch Ausdruck in der Ausübung meines Berufes findet. Das fortschreitende Alter, sowie die immer schwerer wiegende Last der Verantwortung kamen hinzu. Die logische Konsequenz bestand darin, einen Schritt zurückzutreten und sich einen neuen Platz im System zu suchen (siehe auch: https://ogy.de/jfs5https://ogy.de/n2bp ). 

Auch im Privatleben haben sich die Augenprobleme bemerkbar gemacht. Insbesondere bei längeren Autofahrten, bei Dunkelheit und Regen, fühlen sich meine Augen überfordert und mir wird übel. Daher nutze ich immer häufiger öffentliche Verkehrsmittel.

Obwohl die genannten Gründe auch Einfluss auf mein Hobby, die Fotografie, haben, bin ich doch froh, dass ich zum Ende des Jahres wieder in der Lage bin, vereinzelt Fotos zu bearbeiten. Die in diesem Jahr in mein Leben getretene KI unterstützt mich hierbei.


Link zur Galerie auf Traumlandfoto präsentiert -ALBUM, die Bilder meines Jahres 2023:  https://t1p.de/Album2023

© 2023 - Hans Jürgen Groß

Zusammenfassung:
In diesem Artikel teile ich meine persönliche Jahresrückschau 2023, in der ich meine schönsten Fotos zeige, die ich trotz gesundheitlicher Probleme mit meinen Augen gemacht habe.


Beliebte Posts